Warum ist „Bisamratte“ männlich, obwohl dieses kleine Tier so niedlich aussieht? Der russische Desman, eine semiaquatische Art, die in den Flüssen Wolga, Don und Ural heimisch ist und bis zu...
Warum ist „Bisamratte“ männlich, obwohl dieses kleine Tier so niedlich aussieht? Der russische Desman, eine semiaquatische Art, die in den Flüssen Wolga, Don und Ural heimisch ist und bis zu 500 Gramm wiegt, ist grammatikalisch gesehen ein echtes Männchen. Dies ist ein faszinierendes sprachliches Rätsel.
Im Russischen enden die meisten Substantive auf ein feminines Weichzeichen: „Nacht“, „Maus“, „Leben“. Es gibt aber auch eine maskuline Gruppe: „Rubel“, „Klavier“, „Feuer“. „Wychukhol“ gehört zu dieser maskulinen Gruppe, nicht zur Mehrheit.
Das grammatikalische Geschlecht des Wortes hat seine Wurzeln in der Antike. Etymologen bringen es mit dem urgermanischen „khukhati“ in Verbindung – „einen starken Geruch verströmen“. Dieser Begriff beschrieb die Moschusdrüsen des Tieres, was wahrscheinlich das männliche Geschlecht des Wortes festigte.
Trotz seiner einzigartigen Sprache ist der russische Desman selbst eine bedrohte Tierart. Im Jahr 2020 wurde sein Bestand in Russland auf nur noch 30.000 Tiere geschätzt. Er ist ein wertvolles Relikttier und steht auf der Roten Liste der bedrohten Arten Russlands.
Merkt euch also: Wenn ihr dieses niedliche Tier seht, wisst, dass sein Name „Desman“ immer männlich ist. Lasst uns diese faszinierenden Bewohner unserer Flüsse schützen, damit sie nicht ganz verschwinden!
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