Warum existiert der Buchstabe „C“ im Englischen, wenn seine Laute durch „K“ und „S“ wiederholt werden? Alles begann im Lateinischen, wo „C“ immer wie „K“ klang. Zum Beispiel war es...
Warum existiert der Buchstabe „C“ im Englischen, wenn seine Laute durch „K“ und „S“ wiederholt werden? Alles begann im Lateinischen, wo „C“ immer wie „K“ klang. Zum Beispiel war es im Namen des großen römischen Redners Cicero ein hartes „K“.
Nach der normannischen Eroberung im Jahr 1066 brachten französische Lehnwörter einen neuen Laut mit sich: Vor „E“ und „I“ wurde „C“ weich, wie „S“. So entstanden die Wörter „city“ und „cent“, im Gegensatz zu „cat“.
Im Altenglischen war der Buchstabe „K“ selten; für den „K“-Laut wurde oft „C“ verwendet. Um germanische Wörter von französischen zu unterscheiden, begann man nach 1066, vor „E“ und „I“ ein „K“ zu verwenden, wie in „king“ oder „kennel“.
Die Erfindung des Buchdrucks durch William Caxton im Jahr 1476 legte viele Rechtschreibweisen fest. Die Große Vokalverschiebung (15.–18. Jahrhundert) veränderte zwar die Aussprache, doch die Schreibweise mit „C“ blieb erhalten und bescherte uns Wörter wie „Kino“ und „Absage“ mit ihrem historischen Erbe.
Heute ist der Buchstabe „C“ mehr als nur eine Tradition. Er hilft, Homonyme wie „cell“ und „sell“ zu unterscheiden und bereichert die Sprache. Seine Präsenz ist ein sprachliches Zeugnis, das die tausendjährige Geschichte des Englischen von Rom bis London widerspiegelt.
Select how you want to watch this video