Viele glauben, dass ein fotografisches Gedächtnis bedeutet, sich jedes Detail zu merken. Doch ein wirklich eidetisches Gedächtnis ist äußerst selten, insbesondere bei Erwachsenen, und unterscheidet sich von einem guten Auswendiglernen....
Viele glauben, dass ein fotografisches Gedächtnis bedeutet, sich jedes Detail zu merken. Doch ein wirklich eidetisches Gedächtnis ist äußerst selten, insbesondere bei Erwachsenen, und unterscheidet sich von einem guten Auswendiglernen. Nur 2–10 % der Kinder, aber fast kein Erwachsener, können ein Bild auch dann noch „sehen“, nachdem es verschwunden ist. Dabei handelt es sich nicht um Auswendiglernen, sondern um visuelle Speicherung, vergleichbar mit einer Projektion auf die Netzhaut. Testen Sie sich selbst: Konzentrieren Sie sich genau 30 Sekunden lang auf ein detailliertes, aber bedeutungsloses Bild, zum Beispiel eine Seite mit Sanskrit-Text. Schauen Sie dann weg oder schließen Sie die Augen. Versuchen Sie, einzelne Symbole zu „lesen“ oder Elemente zu zählen, als ob die Seite noch vor Ihnen läge. Wenn Ihnen dies gelingt, ohne sich die Informationen einfach nur zu merken, sondern sie tatsächlich zu „sehen“, ist dies ein Zeichen von eidetischem Gedächtnis. Die meisten Menschen, selbst solche mit außergewöhnlichem Gedächtnis wie der Mnemonist Alex Mullen, nutzen Techniken, keine Momentaufnahmen. Ihre Fähigkeit, einen Moment lang „zu sehen“, ist der wahre Schlüssel zur Lösung des Rätsels in 30 Sekunden.
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