Wissen Sie, warum Ihr Morgenkaffee aus dem Pappbecher manchmal nach Pappe riecht? Es liegt nicht am Papier selbst! Hauptursache ist die innere Schicht, meist aus Polyethylen, die das Auslaufen verhindert....
Wissen Sie, warum Ihr Morgenkaffee aus dem Pappbecher manchmal nach Pappe riecht? Es liegt nicht am Papier selbst! Hauptursache ist die innere Schicht, meist aus Polyethylen, die das Auslaufen verhindert. Diese dünne Barriere ist der Übeltäter.
Bei Temperaturen über 70 Grad Celsius setzt Polyethylen flüchtige organische Verbindungen frei, die vom heißen Getränk aufgenommen werden. Es handelt sich dabei nicht um Pappe, sondern um chemische Dämpfe. Studien haben gezeigt, dass der Geschmack bereits nach 10 Minuten wahrnehmbar wird.
Das für die Becher verwendete Papier, oft aus Frischfaserzellstoff hergestellt, enthält übrigens Klebstoffe und Bleichmittel. Heiße Flüssigkeit verstärkt diesen Geruch, der sich mit dem Kaffeearoma vermischt. Solche Becher werden beispielsweise von Huhtamaki und Dart Container hergestellt.
Interessanterweise hängt die Intensität dieses Geruchs auch von der Qualität des Kaffees selbst ab. Hochwertige Sorten, insbesondere helle Röstungen, reagieren empfindlicher auf Fehlaromen. Günstigere Mischungen und dunkle Röstungen kaschieren das Problem besser.
Für einen reineren Geschmack verwenden Sie Keramik- oder wiederverwendbare Edelstahlbecher. Das verbessert nicht nur Ihr Getränk, sondern schont auch die Umwelt. Denn weniger als 1 % der Millionen von Einwegbechern werden recycelt.
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