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Nasses Haar zu bürsten ist doch Gift fürs Haar, oder? Stimmt nicht! Das ist zwar ein weit verbreiteter Irrglaube, aber es gibt einen wichtigen Unterschied. Nasses Haar, das bis zu 90 % Keratin enthält, ist deutlich empfindlicher. Feuchtigkeit schwächt die Wasserstoffbrückenbindungen in der Haarrinde, wodurch das Haar elastischer, aber auch brüchiger wird. So lässt sich nasses Haar beispielsweise um bis zu 30 % seiner Länge dehnen, bricht aber dennoch leicht. Die Schuppenschicht raut sich auf, was die Reibung erhöht. Deshalb kann eine normale Bürste oder ein feinzinkiger Kamm beim Kämmen von nassem Haar zwei- bis dreimal mehr Schaden anrichten als bei trockenem Haar. Stylisten wie George Northwood empfehlen daher ausschließlich die Verwendung von Kämmen mit breiten Zinken. Beginnen Sie mit dem Bürsten an den Spitzen und arbeiten Sie sich allmählich zu den Haarwurzeln vor. So lassen sich Knoten sanft lösen. Verwenden Sie anschließend eine Leave-in-Spülung oder ein Haarglättungsspray wie Moroccan Oil Treatment, das Haarbruch um 50 % reduziert. Nasses Haar zu kämmen ist also möglich, aber mit Köpfchen! Der richtige Kamm und die richtige Technik sind entscheidend für gesundes und glänzendes Haar. Probieren Sie diese Methode aus und sehen Sie selbst, wie Ihr Haar spürbar kräftiger und schöner wird.