Sind Sie schon mal eine Sekunde vor dem Wecker aufgewacht, sagen wir um 6:59 Uhr, obwohl er auf 7:00 Uhr gestellt ist? Das ist kein Zauber. Es ist Ihre innere...
Sind Sie schon mal eine Sekunde vor dem Wecker aufgewacht, sagen wir um 6:59 Uhr, obwohl er auf 7:00 Uhr gestellt ist? Das ist kein Zauber. Es ist Ihre innere „Uhr“, das adrenocorticotrope Hormon (ACTH), das Ihren Körper auf den Tag vorbereitet. ACTH, das von der Hirnanhangdrüse produziert wird, regt die Nebennieren zur Cortisolproduktion an. Der Spiegel dieses „Stresshormons“ steigt etwa 60–90 Minuten vor dem normalen Aufwachen an und bereitet den Körper so auf den Stress vor. Forschungen, beispielsweise von Wissenschaftlern der Universität Lübeck, zeigen, dass sich der Körper bei einem stabilen Schlafrhythmus anpasst. Der zirkadiane Rhythmus lernt, den Morgen vorherzusehen, und der ACTH-Spiegel erreicht seinen Höhepunkt genau zum Zeitpunkt des Aufwachens. Dieses Hormon weckt Sie nicht nur auf, sondern aktiviert auch Ihren Stoffwechsel, erhöht den Blutzuckerspiegel für mehr Energie und verbessert die Konzentration. Auch ohne Wecker versucht Ihr Körper, Sie zu wecken, doch der heutige, hektische Alltag stört diesen empfindlichen Mechanismus. ACTH ist also Ihr persönlicher Weckruf. Achten Sie auf dieses natürliche Signal! Ein regelmäßiger Schlafrhythmus – zum Beispiel jeden Tag vor Mitternacht ins Bett gehen und um 7 Uhr aufstehen – wird Ihr Wohlbefinden deutlich verbessern.
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